Asiatische Philosophie

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Ethik der Globalisierung“ soll der Blick nicht auf die westlichen philosophischen Diskurse beschränkt bleiben. In diesem Teilprojekt sollen von daher aktuelle philosophische Debatten aus einem anderen Kulturraum zu Wort kommen.
Anlass und Ausgangspunkt einer solchen Weitung des Blickes wird die Problematik der Menschenrechte bilden. Mit ihrem Anspruch auf universelle Gültigkeit stellen die Menschenrechte gerade in philosophischer Hinsicht ein Problemfeld dar, das globales Interesse weckt und allseits diskutiert wird. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht der aktuelle philosophische Menschrechtsdiskurs in der VR China.
Ein erstes Ziel des Projektes besteht darin, die maßgeblichen philosophischen Positionen zum Thema der Menschrechte im chinesischsprachigen Raum aufzuarbeiten. Vor allem die uns dort begegnenden Diskussionen hinsichtlich der Gültigkeit und Reichweite der Menschenrechte werden näher zu betrachten sein. Sodann ist aber auch auszuloten, welche Relevanz diese Positionen für den westlichen Menschenrechtsdiskurs entfalten können, und inwiefern sie sich für unsere eigenen Positionen fruchtbar machen lassen. Hier wird sich letztlich zeigen, ob Philosophie im Zeitalter der Globalisierung mehr sein kann als ein folgenloses Nebeneinander, d.h. ob sich im Kontakt mit anderen philosophischen Traditionen tatsächlich neue Denkwege eröffnen können.

Das Projekt wird durch die Fritz-Thyssen-Stiftung gefördert.

 

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