Arabisch-islamische Philosophie

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Ethik der Globalisierung“ soll die philosophische Debatte um die Transkulturalität der Menschenrechte in der gegenwärtigen arabisch-islamischen Philosophie untersucht werden. Dabei steht die Diskussion um die Universalität der Menschenrechte ebenso im Zentrum wie diejenige um den Kulturpluralismus.

Vor dem Hintergrund der großen Spannung zwischen den universellen Ansprüchen der Menschenrechte und dem Kulturpluralismus wird die Frage aufgeworfen, wie die Universalität der Menschenrechte zu verstehen ist. Angesichts der globalen Debatte um die Universalität der Menschenrechte und den Pluralismus der Kulturen lassen sich in der interkulturellen Diskussion zu den Menschenrechten mindestens drei methodische Ansätze zu Begründungsansprüchen skizzieren: der neutrale, der interkulturelle und der transkulturelle Ansatz.

Hauptanliegen dieser drei methodischen Ansätze ist es, dem Pluralismus der Kulturen gerecht zu werden, ohne jedoch die Universalität der Menschenrechte in Frage zu stellen.

In der Untersuchung der Argumentationsstrategien dieser drei methodischen Ansätze insbesondere in der gegenwärtigen arabisch-islamischen Philosophie liegt der Schwerpunkt dieses Projektes in einer kritischen Auseinandersetzung mit kulturrelativistischen Thesen und dem Entwurf einer transkulturellen Perspektive der Universalität der Menschenrechte. Einen Ansatzpunkt bildet dabei der Ausdruck »doppelte Kritik« von Khatibi, der weiter entwickelt wird, um einerseits eine Selbstkritik zu entwerfen und andererseits ein Kritik der Anderen zu erfassen.

Zugleich wird es darum gehen, die philosophische Debatte um die Universalität bzw. Transkulturalität der Menschenrechte in der arabisch-islamischen Philosophie als Teil eines globalen Philosophierens zu rekonstruieren.

 

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